• Michael Wälti

Analyse der Bundesratskandidat*innen 2017: Isabelle Moret


Hier die erste der drei Analysen der FDP-Bundesratskandidat*innen. Ich habe mich dabei ganz auf die Körpersprache beschränkt und die politischen Inhalte ausgeblendet. Die Analyse ergibt sich aus der Studie von mehreren Auftritten der Kandidat*innen in den Medien.

Isabelle Moret

Moret wirkt modern, weiblich und wenig politisch. Als erstes fällt Morets Attraktivität auf, welche in der Politik, speziell in konservativen Kreisen, als Nachteil wirken kann, weil stereotypisch attraktive Menschen häufiger als naiv oder weniger gebildet eingestuft werden. Ihre Attraktivität ergibt sich aus den folgenden Attributen: Rundes Gesicht mit grossen Augen (Kindchen- oder Walt-Disney-Schema), hohe Wangenknochen (welche wir mit Adel oder mit hohem Status verbinden), blondes, glänzendes und voluminöses Haar, (welches Fruchtbarkeit anzeigt), sie ist schlank und hat einen langen Hals (wirkt erotisch), und sie trägt häufig Kleider, welche das Brustbein zeigen – dies wirkt als sexuell aufgeschlossen im Gegensatz zum hohen Kragen. Was im Privatleben kein Problem wäre, kann in der Politik zu wenig seriös wirken.

Morets Mimik verstärkt den oberen Effekt: In Interviews wirkt sie charmant. Wer genauer hinschaut bemerkt aber schnell, dass sie häufig ihr Lächeln zu lange hält und die Augenmuskeln nicht mehr mitmachen (wie oben im Foto zu sehen). So wirkt das Lächeln gestellt, wie wir es aus den amerikanischen Medien kennen. Überhaupt steht ihre Gesichtsmuskulatur und auch ihr Kiefer sichtlich unter Spannung – das Gesicht ist nicht Ausdrucksstark. Der Mund öffnet sich wenig beim Sprechen – auch hier sehen wir Zurückhaltung. Ihre Stirn wirkt unbeweglich. Der Gesichtsausdruck beschränkt sich häufig auf die Augenpartie und Wangenknochen. Die fehlenden Falten wirken ausserdem brav: Da hat jemand keine Grenzen getestet und Emotionen nicht ausgelebt? Moret scheint jünger als ihr Alter, was für die Exekutive natürlich eine unvorteilhafte Eigenschaft ist. Graue Haare sind nützlich in einer bürgerlich dominierten Politik. Häufig neigt sich der Kopf seitwärts – eine Geste, welche interessiertes Zuhören ausdrückt, aber auch zum flirtenden Eindruck beiträgt.

Auffällig: Sie ist immer sehr gut vorbereitet bei allen Interviews und Fernsehsendungen, die ich gesehen habe. Niemals senken oder heben sich ihre Augen beim Sprechen. Diese fehlende Bewegung heisst, dass sie nicht nachdenken muss beim Sprechen. Ich unterstelle ihr zwar nicht, dass sie wenig denkt, aber ihre Aussagen müssen ohne diese Augenaktivität zwingend auswendig gelernt sein. Mit den Augen schielen wir nämlich in die Hirnregion, welche wir gerade aktivieren. Wenn wir nachdenken beim Sprechen, ergibt sich eine Pause und der Blick wendet sich nach unten (z.B. Erinnerung) oder oben (z.B. neue Ideen kreieren).

Ihre Arm-Gestik ist klein und beschränkt sich meistens auf symmetrische geöffnete Hände. Dies ist eine positive, gebende Geste und stellt ihre mütterlichen Qualitäten des Gebens dar. Dadurch wirkt sie freundlich, warm und offen. Ihre Ellbogen bewegen sich kaum – sie nimmt wenig Raum ein mit den Armen.

Aus körpersprachlicher Sicht würde ich voraussagen, dass Isabelle Moret schlechte Karten hat um Bundesrätin zu werden. Sie wirkt zu jung, zu attraktiv und zu zurückhaltend. Man sieht nicht den Kampfgeist, welche als Frau in der von Männern dominierten Politik üblich ist. Intuitiv gibt mir Moret nicht das Gefühl, dass sie sich durchsetzen kann.


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